Geld anlegen für Kinder – Leitfaden für Eltern
Auf einen Blick
✔️ Du kannst nicht früh genug mit der Geldanlage für dein Kind anfangen – ideal schon ab der Geburt
✔️ Aktien bringen langfristig die besten Renditen. Als Aktienfonds bzw. -ETFs sind sie sehr gut geeignet, um für Kinder langfristig zu sparen
✔️ Für kurzfristige Sparziele eignen sich gut verzinste Konten
✔️ Dein Kind hat eigene Steuerfreibeträge, diese nutzt du mit einem Kinderdepot bzw. Konto in seinem Namen
✔️ Finanzerziehung nicht vergessen! Bereite dein Kind auf sein Vermögen vor, damit es später gute Entscheidungen trifft
✔️ Nachhaltige Geldanlage denkt das Große Ganze mit: Neben Rendite und Sicherheit zählen hier ökologische oder soziale Ziele
Inhaltsverzeichnis
Viele Eltern möchten ihrem Kind ein finanzielles Polster aufbauen – wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen. Bei den vielen Tipps und Produkten wirkt das Thema schnell kompliziert. Dabei ist der Einstieg einfacher, als du vielleicht denkst.
Das Wichtigste gleich zum Anfang:
- Du brauchst dafür weder Expertenwissen, spezielle “Kinderprodukte”, noch große Summen
- Und: Du bist nicht alleine. Familie und Freunde helfen gerne mit Geldgeschenken, frühzeitig etwas aufzubauen
Geld richtig anlegen folgt immer den selben, einfachen Regeln. Deswegen erkläre ich dir zunächst die 4 Schritte, die du brauchst, um eine passende Geldanlage zu planen und zu finden. Danach schauen wir uns die verschiedenen Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen an.
Geld anlegen für Kinder: 4 einfache Schritte
Erfolgreich und strukturiert Geld anlegen folgt immer diesem Muster:
☑️ Schritt 1: Rahmenbedingungen klären (warum, wie lange, wie viel & wie oft)
☑️ Schritt 2: Risiko- & Renditeerwartungen klären
☑️ Schritt 3: Passende(s) Produkt(e) aussuchen
☑️ Schritt 4: Den besten Anbieter finden
Nimm dir ein bisschen Zeit und gehe in genau dieser Reihenfolge vor. Viele Eltern recherchieren zunächst zu ETFs, Ausbildungsversicherungen, Goldsparplänen…. – und sind am Ende noch unsicherer als zuvor. Dabei sind diese Produkte vielleicht gar nicht passend für genau dich und dein Kind. Du musst erst verstehen, wo du hinwillst, bevor du dich mit konkreten Anlageformen auseinandersetzt.
💡Eine gute Geldanlage passt immer zu deiner individuellen Situation. Im Folgenden erkläre ich alle Schritte genau – nimm dir am besten ein Blatt Papier und notiere dir ein paar Stichpunkte zu jedem Schritt.
Ziele bei der Geldanlage für Kinder oder: Dein Warum
Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.
Warum willst du für dein Kind Geld anlegen? Was erhoffst du dir für dein Kind? Hast du schon ein konkretes Ziel? Es lohnt sich, kurz darüber nachzudenken, denn dein persönliches Ziel mit dieser Geldanlage beeinflusst alle weiteren Schritte. Dabei kann dein Ziel sehr genau sein – muss es aber nicht.
Beispiele für allgemeinere Ziele:
- Ich will mein Kind später unterstützen bei Ausbildung / Studium.
- Ich will Geldgeschenke sinnvoll anlegen.
- Mein Kind will sein Geld aus Ferienjobs sparen.
Beispiele für ein spezifisches Ziel:
- In drei Jahren 3.000 Euro zusammensparen für den Führerschein.
- Eine bestimmte Summe (z.B. aus einer Erbschaft) soll langfristig angelegt werden.
Aus den Beispielen oben siehst du schon, dass der Zeitrahmen eine große Rolle spielt, denn es gibt eher kurzfristige und langfristige Ziele. Und du kannst natürlich auch zwei Ziele haben – ein langfristiges, allgemeines (z.B. ”Polster ansparen”) und ein kurzfristiges (z.B. ”Kind spart für die Playstation”). In diesem Fall gehst du für jedes Ziel die weiteren Schritte separat durch.
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✍️ Notiere dir ein, maximal zwei Ziele: Was willst du mit der Geldanlage für dein Kind erreichen? Auf was sparst du?
Wann und wie lange soll ich Geld für mein Kind anlegen? Der Anlagezeitraum
Ist dein Geldanlage-Ziel kurz- oder langfristig? Wie bereits gesagt gibt das Ziel den Anlagezeitraum vor. Die Finanzbranche nennt den Anlagezeitraum auch “Anlagehorizont” und arbeitet meistens mit folgenden Zeitspannen:
- Kurzfristig: bis zu 3 Jahre
- Mittelfristig: 3 – 8 Jahre
- Langfristig: mehr als 8 Jahre (je länger, desto besser)
Hier jeweils ein Beispiel für kurz-, mittel- und langfristige Ziele:
- Kurzfristig: Abifahrt in zwei Jahren bezahlen
- Mittelfristig: Auslandsjahr in fünf Jahren finanzieren
- Langfristig: Geldgeschenk zum Schulstart für später (Erwachsenenalter) anlegen
Warum ist das wichtig? Weil sich renditestarke Produkte wie Aktien (auch als Fonds oder -ETFs) nicht für kurze Anlagezeiträumen eignen. Diese Anlageformen entfalten ihre Wirkung erst auf der Langstrecke.
✍️ Notiere dir, abgeleitet von deinem Ziel, den Anlagezeitraum. Es ich nicht wichtig, dass du das genau auf Jahr und Tag angibst, du sollst nur wissen, ob das Geld fest in absehbarer Zukunft für etwas eingeplant ist. Bei allgemeinen, langfristigen Zielen wie dem Vermögensaufbau reicht es, wenn du bereit bist, das Geld mindestens 10, besser 15 Jahre oder länger “liegen zu lassen”.
Geld anlegen für Babys: Am besten schon ab Geburt
Wenn ich an meine eigene Zeit als junge Mama zurückdenke, dann fallen mir so viele – größtenteils unnütze – Tipps und Ratschläge ein – aber hat mir irgendwer damals gesagt, ich solle mich um ein Kinderdepot kümmern? Nein! Lieber werden den Eltern teure “Ausbildungsversicherungen” angedreht oder sinnloses Babyzubehör.
Warum aber ist es so toll für Babys, wenn Eltern gleich bei Geburt mit der Geldanlage starten? Der Grund ist einfach und nennt sich Zinseszinseffekt. Dieser bewirkt, dass nicht nur dein eingezahltes Geld wächst, sondern auch die bereits erzielten Erträge weiter Rendite erwirtschaften. Mit der Zeit beschleunigt sich dieser Effekt immer stärker – und genau deshalb ist ein früher Start so wirkungsvoll.
Ein einfaches Beispiel:
Zwei Familien, ein Ziel: Zum 18. Geburtstag sollen dem Kind ungefähr 15.000 Euro zur Verfügung stehen.
Familie A startet bei Geburt
- investiert 40 € monatlich
- Laufzeit: 18 Jahre
- angenommene Rendite: 6 % jährlich
➡️ Ziel wird erreicht
Familie B startet erst zum Schuleintritt (7 Jahre nach Geburt)
- investiert 80 € monatlich
- Laufzeit: 12 Jahre
- gleiche Rendite
➡️ erreicht ebenfalls das Ziel
💡 Der frühe Start bei Familie A halbiert fast die notwendige Sparrate, um auf das gleiche Ziel zu kommen!
Geldanlage für Kinder: Lohnt sich auch ein später Einstieg?
Das Beispiel oben ist gut, um den Zinsenzinseffekt und die Potenziale von langen Anlagezeiträumen zu zeigen. Es soll dich aber keinesfalls demotivieren!
Mal ehrlich, fast keiner schafft es, gleich nach der Geburt anzufangen, und der entscheidende Punkt ist: Es lohnt sich IMMER, eine Geldanlage für dein Kind zu starten, selbst wenn es schon kurz vor der Volljährigkeit steht. Gerade bei Teenagern kommen nämlich noch weitere Vorteile hinzu:
- Finanzbildung: Mit einer Geldanlage bereitest du dein Kind optimal darauf vor, demnächst seine eigenen Finanzen zu verwalten.
- Eigenverantwortung und Motivation stärken: Geld aus ersten Ferienjobs kann sinnvoll mit angelegt werden.
- Ansparen von Reserven für die nächste Phase: Die Zeit zwischen 16 Jahren und Mitte 20 ist für viele Eltern finanziell besonders heftig, weil hier typischerweise große Posten zusammenkommen wie Auszug (eigene Möbel, Mietkaution…), Führerschein / Auto, usw. Jetzt strukturiert etwas auf die Seite zu legen, kann den Schock erheblich abmildern.
Außerdem muss eine Geldanlage ja nicht zwingend mit dem 18. Geburtstag aufgelöst werden. Idealerweise führt sie dein Kind nämlich noch viele, viele Jahre selber fort, und kann mit kommenden Gehaltserhöhungen die Sparraten erhöhen. Dann kann aus so einer Geldanlage sogar eine komfortable Altersvorsorge werden.
Also klares JA: Auch ein späterer Einstieg lohnt, schiebe ihn nur nicht noch länger vor dir her 🙂
Wie viel Geld soll ich für mein Kind sparen? Summe & Häufigkeit
Nachdem du nun grob weißt, wie lange das Geld voraussichtlich angelegt bleibt, musst du noch entscheiden, mit welcher Summe du startest.
Die Summe ergibt sich bei konkreten Zielen (zum Beispiel 1.000 Euro in 2 Jahren) schon ziemlich automatisch, aber die meisten Familien wollen ein langfristiges Polster aufbauen und überlegen eher, wie viel Sparrate sie sich leisten können. Du kannst unseren Budgetrechner für Familien nutzen, um eine Aufstellung über eure monatlichen Kosten zu machen. Da siehst du schnell, wie viel zum Investieren frei bleibt.
- 100 Euro sparen Eltern durchschnittlich pro Monat für ihr Kind, wie eine Umfrage der Deutschen Bank* ergab
- Selbst wenn gar nichts zum Sparen übrig bleibt: Nutze stattdessen Geschenke! Bitte die Familie, zu Weihnachten lieber Geld statt Krimskrams zu schenken. Dein Kind wird es dir später danken.
Was muss ich erledigt haben, bevor ich für mein Kind spare?
Es gibt nur wenige Voraussetzungen, um mit dem Investieren für sein Kind loszulegen, aber ein paar Dinge müssen vorher geklärt sein:
- Konsumschulden tilgen: Dispo- oder Konsumentenkredite mit hoher Zinsbelastung solltest du immer zuerst loswerden, bevor du daran denkst, Geld anzulegen. Die Zinssätze sind nämlich viel höher, als die Rendite, die du von einer normalen Geldanlage realistisch erwarten kannst.
- Notgroschen für die Familie ansparen. So bringen dir unvorhergesehene Ausgaben wie ein kaputtes Auto nicht deine Planung durcheinander.
- An die eigene Altersvorsorge denken. Das gilt -auch im Jahr 2026 noch – ganz besonders für Mütter! Es ist zwar nett, dass du für dein Kind vorsorgen willst, aber verliere auch deine eigene Zukunft nicht aus dem Blick.
Kindergeld sparen: ein einfacher Weg
259 Euro pro Monat zahlt der Staat in 2026 an Kindergeld; das sind über 3.100 Euro, die du in die finanzielle Zukunft deines Kindes investieren könntest – wenn deine Familie es sich leisten kann.
➡️ Viele Familien brauchen das Kindergeld zur Deckung der laufenden Kosten. Für die Glücklichen, die nicht darauf angewiesen sind, als Beispiel:
- Sparrate 259 Euro monatlich ab Geburt (nehmen wir vereinfachend an, dass das Kindergeld nicht erhöht wird im Laufe der Jahre)
- Ab Geburt bis zum 18. Geburtstag -> insgesamt knapp 56.000 Euro eingezahlt
- Rendite annualisiert stetig bei 6 % pro Jahr
- Ergibt eine Endsumme von rund 100.000 Euro. Mehr als 44.000 Euro entstehen dabei durch Rendite.
➡️ Völlig unrealistisch für deine Familie? Der Zinseszinseffekt wirkt bei kleinen und größeren Sparraten gleichermaßen. Auch ein kleiner Teil vom Kindergeld, der angelegt wird, macht einen großen Unterschied. Hier findest du einen Rechner, der dir zeigt wie viel Kindergeld du momentan zum Investieren zur Verfügung hast.
Sparplan für Kinder
Ein Sparplan – ein fester Betrag also, der regelmäßig gespart wird – bietet viele Vorteile. Es gibt ihn für Zinsprodukte (sogenannte Sparkonten) oder für Wertpapierdepots. Bei letzteren wird dir ein fester Geldbetrag abgebucht und die Bank kauft dafür ein Wertpapier – typischerweise Fonds- bzw- ETF-Anteile, aber es gibt auch Aktiensparpläne.
Das Wichtigste zu Wertpapiersparplänen
- Feste Zahlung, in der Regel monatlich
- Klassischerweise ab 25 Euro pro Monat möglich, aber in den letzten Jahren haben viele Banken die Hürden immer weiter gesenkt – manche Anbieter haben sogar Mindestsparraten von nur noch 1 Euro
- 1 Euro pro Monat lohnt meiner Meinung nach allerdings den Aufwand nicht – mindestens 10 Euro pro Monat sollten es schon sein
- Wichtig: Du kannst normale Sparpläne jederzeit anpassen oder pausieren, wenn das Geld mal knapp ist
- Du brauchst ein Depot – weiter unten liest du mehr dazu
- Wertpapiersparpläne sind ideal bei Produkten, die stärker im Wert schwanken, wie Aktienfonds / Aktien-ETFs. Denn den günstigsten Einstiegszeitpunkt kannst du sowieso nicht wissen, und die regelmäßige Ausführung mildert effektiv das Risiko, dass du zu Höchstkursen einsteigst
✍ Für einen Sparplan: Schreibe dir auf, mit welchem Betrag du starten wirst, und in welchem Rhythmus (monatlich, vierteljährlich?) er ausgeführt werden soll.
Erbe oder großes Geschenk für Kind anlegen
Manchmal ist ein größerer Geldbetrag einmalig anzulegen, etwa weil das Kind etwas geerbt hat. In diesem Beitrag findest du Hinweise, wie du dann am besten vorgehst: Größere Geldsumme anlegen
Risiko und Rendite bei der Geldanlage für Kinder
Als letztes musst du dir noch ein paar Gedanken machen, wie du zum Risiko stehst, und welchen Verlust du im schlimmsten Fall verkraften könntest.
Welches Risiko gehe ich ein, wenn ich Geld für mein Kind anlege?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es hängt von zwei Dingen ab:
- Was genau verstehst du unter Risiko?
- Welches Anlageprodukt hast du gewählt?
Zunächst einmal zum Risikoverständnis. Überlege, über was du dir wirklich Sorgen machst:
- Totalverlust: Der Wert deiner Geldanlage sinkt (dauerhaft) auf 0
- Verlust aus Wertschwankungen: Der Preis deiner Geldanlage fällt (vorübergehend)
- Inflationsrisiko: Der Preis deiner Geldanlage bliebt gleich, aber effektiv verlierst du Kaufkraft, da die Summe in einigen Jahren nicht mehr so viel wert ist wie jetzt – die Inflation hat einen Teil “aufgefressen”
Vereinfacht gesagt ist es so, dass du das Risiko des Totalverlusts durch die Auswahl von passenden Produkten fast komplett ausschließen kannst: Immer nur transparente Produkte von regulierten Banken oder Wertpapierinstituten und nie „alle Eier in eine Korb“ – also nie zum Beispiel in nur eine oder ein paar Aktien investieren, sondern immer in viele verschiedene Werte.
Bei den Wertschwankungen hängt das Risiko eng mit den Chancen zusammen, denn: Der Preis schwankt ja nicht nur nach unten, sondern in beide Richtungen. Kaufst du also billig und der Preis steigt, kannst du mit Gewinn wieder verkaufen. Es hilft also, wenn du dieses Risiko immer in Verbindung mit den Renditechancen betrachtest. Dann fühlt es sich nicht mehr bedrohlich an.
Das Inflationsrisiko wird leider oft einfach ausgeblendet, dabei ist es sehr real. Zur Erinnerung: Wenn du Geld für dein Kind anlegst, möchtest du es vermehren, mindestens aber den Wert erhalten. Stell dir vor, du legst heute 1.000 Euro zur Seite, wegen der Inflation kann sich dein Kind in 15 Jahren davon aber nur noch etwas im Wert von 743 Euro** kaufen. Das kann nicht das Ziel sein.
💡Deswegen wählt man ein Anlageprodukt passend zum Anlagezeitraum. Produkte, die im Wert schwanken, wie Aktien, können höhere Renditen bringen, die die Inflation schlagen. Aber sie sind nur etwas für die langfristige Geldanlage. Denn wenn du das Geld kurzfristig brauchst, ist das Risiko viel zu hoch, dass die Kurse gerade schlecht stehen, wenn du verkaufen musst.
Bei kürzeren Anlagezeiträumen ist die Inflation weniger das Problem. Hier geht es darum, sicherzustellen, dass du zum geplanten Zeitpunkt verkaufen kannst, ohne dich um aktuelle Preise zu kümmern. Sprich: Du brauchst eine Geldanlage, die gar nicht oder kaum im Wert schwankt.
Angst vor Risiko
Soweit so einfach. Eigentlich brauchst du nur das zu deinem Ziel und Anlagezeitraum passende Produkt. Aber Geldanlage ist etwas sehr Persönliches, und nur weil alle sagen, dass Aktien-ETFs eine super Möglichkeit sind, um langfristig zu investieren, hast du vielleicht trotzdem Bedenken.
Es ergibt also Sinn, dass du dir auch noch kurz überlegst, ob du vielleicht negative Glaubenssätze zum Thema Risiko mit dir herumträgst, und mit welchem Risikolevel du dich generell noch wohlfühlst.
- Kennst du vielleicht Menschen, die viel Geld verloren haben durch die falsche Geldanlage, und hast jetzt Angst dass die das Selbe passiert?
- Glaubst du pauschal “Risiko ist schlecht”? Oder begreifst du das Wertschwankungsrisiko als Preis für mögliche Gewinne?
- Denkst du, dass du auf dem Sparbuch oder Girokonto “null Risiko” hast? Oder hast du das Inflationsrisiko bereits im Blick?
✍ Falls du solche Glaubenssätze und Ängste hast, nimm dir ein paar Minuten, um sie konkret aufzuschreiben. Es hilft, sich klar darüber zu werden, wovor genau man sich fürchtet. Außerdem kannst du mit einem einfachen Test deine Risikoneigung reflektieren.
Wenn du mögliche Ängste und Bedenken konkretisiert hast, kannst du einen passenden Weg finden, damit umzugehen ohne dass sie dich weiter blockieren. Zum Beispiel:
- Indem du dir mehr Informationen zu einzelnen Produkten holst, um sie genau zu verstehen. Viele Ängste lösen sich bereits auf, wenn man genau verstanden hat, wie etwas funktioniert und wo das Risiko konkret liegt.
- Indem du in risikoärmere Produkte investierst – oder mischst (zum Beispiel ein Teil in Aktienfonds, aber der andere Teil aufs Sparkonto).
- Indem du erst Mal mit einer kleineren Summe startest, um Sicherheit zu gewinnen. Zum Beispiel: Halbiere die Summe, die du ursprünglich anlegen wolltest, und fange damit an.
📍 Zwischenstand
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- Du bist dir jetzt über dein Ziel im Klaren
- Hast deinen Anlagehorizont festgelegt
- Weißt, mit welcher Summe du starten möchtest, und ob du regelmäßig einzahlst (Sparplan) oder nur gelegentlich (Geldgeschenke etc.) oder am besten beides
- Hast ein Bild davon, wie viel Risiko du eingehen kannst bzw. willst
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Damit hast du alles was du brauchst, um das passende Produkt auszusuchen.
Geldanlage für Kinder: welche Möglichkeiten gibt es?
Es gibt viele Möglichkeiten, aber hier konzentrieren wir uns nur auf solche, die allgemein empfohlen werden (zum Beispiel von Verbraucherzentralen), einfach, transparent, und auch mit kleineren Beträgen sinnvoll umsetzbar sind.
Für Kinder sparen: einfache Produkte für langfristige Ziele
Wie schon oben erklärt brauchst du für langfristige Vermögensbildung ein Anlageprodukt, das gute Renditechancen mit einem überschaubaren Risikolevel kombiniert. Viele greifen hier zu Aktien, aber in Form von breit gestreuten Fonds und ETFs, die das Risiko auf viele Titel verteilen.
- ETFs auf große Indizes haben sehr niedrige Gebühren und dadurch oft die bessere Rendite nach Kosten.
- Bestimmte aktiv gemanagte Fonds brauchst du unter anderem, wenn du nach hohen Nachhaltigkeitsstandards Geld anlegen möchtest.
- Beim Kauf von einzelnen Aktien musst du selbst ein breit diversifiziertes Portfolio zusammenstellen. Für den “normalen” Anleger mit wenig Zeit und / oder Fachexpertise nicht geeignet.
Zum Weiterlesen
Was muss ich über Fonds und ETFs wissen?
💡 Wenn du in einen breit gestreuten Aktienfonds oder -ETF investierst, musst du mit Wertschwankungen von ca. 10 – 20 % rechnen, in Ausnahmejahren auch mehr. Wenn dir das – trotz deinem langen Anlagezeitraum – zu viel ist, kannst du auch ein schwankungsarmes Produkt (siehe unten) beimischen. Denke aber daran, dass du dadurch nicht nur die Schwankungsbreite reduzierst, sondern auch die Gewinnchancen.
Geld sicher parken: Produkte für kurzfristiges Sparen
Für kurzfristige Sparziele nimmst du ein Produkt, das nicht oder kaum im Wert schwankt und dir wenigstens ein bisschen Rendite bringt. Also lieber nicht das Girokonto oder ein Sparbuch. Sondern gut verzinstes Tagesgeld oder ein Geldmarkt-ETF.
- Beim Tagesgeld kannst du derzeit bei den besten Angeboten auf um die 2 % p.a. an Zinsen bekommen. Da die Bank den Zinssatz jederzeit anpassen kann, musst du gegebenenfalls öfter den Anbieter wechseln, um immer das beste Angebot zu erhalten.
- Geldmarktfonds investieren in sehr kurzfristige Euro-Zinsanlagen. Mit so einem Fonds bzw. ETF erhältst du eine Rendite nahe dem aktuellen Zinsniveau, ohne ständig die Bank wechseln zu müssen. Die Schwankungen sind nicht null, aber sehr gering im Vergleich zu Aktien-ETFs.
Welche anderen Anlagemöglichkeiten gibt es noch?
Es gibt weitere Anlageprodukte, die aber nur bedingt oder gar nicht empfehlenswert sind, um Geld für dein Kind anzulegen.
- Gold wird oft als besonders sicher empfunden. Tatsächlich schwankte der Goldpreis über lange Zeiträume stärker als der von Aktien. Außerdem ist der Kauf in kleinen Mengen normalerweise sehr teuer.
- Sparbücher, auch in der digitalen Form (”Sparkarte”) sind viel zu schlecht verzinst, um langfristig die Inflation auszugleichen. Gleiches gilt für Bausparverträge.
- Festgeld bringt dir sichere Zinsen, das Geld ist aber über einen mehr oder weniger langen Zeitraum fest gebunden. Im Moment gibt es die attraktivsten Zinssätze nicht auf Fest- sondern auf Tagesgeld. Festgeld lohnt sich also nur, wenn du für ein eher kurzfristiges Ziel – zum Beispiel “Abifahrt in 2 Jahren” Geld beiseite legen willst und davon ausgehst, dass das Zinsniveau allgemein sinkt
- Themenfonds- und ETFs konzentrieren sich auf einzelne Branchen oder ein Thema wie “Energiewende” oder “Rüstung”. Durch die Konzentration sind sie deutlich risikoreicher als z.B. ein Welt-ETF. Themenfonds können eine spannende Ergänzung zum Basisinvestment sein, die meisten Privatanleger kommen aber gut ohne aus.
- Kryptowährungen sind Spekulationsobjekte. Wenn überhaupt, solltest du nur einen kleinen Teil des Geldes für dein Kind in Krypto anlegen.
- Ausbildungs- bzw. fondsgebundene Rentenversicherungen sind meist teuer, unflexibel und liefern im Vergleich zu einfachen Depotlösungen häufig deutlich schlechtere Ergebnisse.
Weiter denken: Nachhaltig Geld anlegen für Kinder
Nachhaltige Geldanlage ist unsere Kernkompetenz und außerdem unser Herzensanliegen. In diesem allgemeinen Leitfaden gehe ich aber nur kurz darauf ein und gebe dir unten weiterführende Links, mit denen du das Thema vertiefen kannst.
Warum soll ich Geld für mein Kind nachhaltig anlegen?
Was nützt deinem Kind später ein dickes Depot, wenn die Welt, in der es leben soll, weitgehend zerstört ist? Die meisten Wirtschaftsaktivitäten verbrauchen zu viele Ressourcen und verursachen immens hohe Umweltkosten. Mit deiner Geldanlage kannst du positiven Einfluss nehmen und dazu beitragen, den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen.
Wie finde ich eine gute nachhaltige Geldanlage für mein Kind?
Nachhaltig anzulegen ist sinnvoll – aber nicht jedes Produkt, das „grün“ aussieht, hält, was es verspricht. Und nicht jedes nachhaltige Finanzprodukt ist für deine Ziele geeignet. Wenn du für dein Kind eine nachhaltige Geldanlage finden möchtest, halte unbedingt diese Reihenfolge ein:
- Zuerst gehst du die Schritte oben durch und klärst, ob du lang- oder kurzfristig anlegst und welches Produkt sich prinzipiell dafür eignet.
- Wenn du das weißt, machst du dich auf die Suche nach einer „nachhaltigen Variante” von diesem Produkt. Dabei ist zu beachten, dass „Nachhaltigkeit” – je nach Produkt – unterschiedlich funktioniert und die Qualität und Wirkung stark variieren kann.
Zum Weiterlesen
Wie funktionieren nachhaltige Geldanlagen wirklich und was musst du beachten, um die richtige zu finden
Zukunft Schenken Auswahl: Kein Greenwashing, sondern streng ausgesuchte nachhaltige Produkte
Geld anlegen für Kinder: Steuern & Zugriffsrechte
Wenn du weißt, warum, für wie lange und mit welchem Anlageprodukt du Geld für dein Kind anlegen wirst, steht noch eine wichtige Entscheidung aus: Anlegen im Namen des Kindes, oder in deinem eigenen Namen?
➡️ Im ersten Fall eröffnest du als Erziehungsberechtigte(r) ein Konto bzw. ein Depot im Namen des Kindes. Alles Geld auf so einem Konto, alle Wertpapiere in so einem Depot gehören rechtlich dem Kind. Du verwaltest das Vermögen im Sinne des Kindes, bis es volljährig ist.
➡️ Im zweiten Fall legst du Geld auf einem Konto / Depot an, das in deinem Namen eröffnet wurde, alles auf diesem Konto / Depot gehört deswegen rechtlich dir. Du kannst das Vermögen später an dein Kind übertragen.
❗ Wem das Vermögen rechtlich gehört macht einen großen Unterschied in Bezug auf Zugriffsrechte, Steuern und gegebenenfalls auch den Bezug von verschiedenen Sozialleistungen.
Ich erkläre das Ganze am Beispiel Depot: Soll man also ein extra “Juniordepot” für das Kind eröffnen, oder einfach Geld für das Kind im eigenen Depot anlegen? Das Gesagte gilt aber genauso für, zum Beispiel, Zinskonten.
Zugriffsrechte
- Juniordepot im Namen des Kindes: Alle Sorgeberechtigten müssen der Eröffnung zustimmen. Falls du das alleinige Sorgerecht hast, legst du der Bank eine entsprechende Bescheinigung vom Jugendamt vor.
- Die Sorgeberechtigten verwalten Konto / Depot bis zur Volljährigkeit, dürfen aber nicht frei darüber verfügen. Zum Beispiel dürfen sie nicht einfach Fonds verkaufen und das Geld ausgeben. Das Geld muss für das Kind erhalten bleiben.
- Mit dem 18. Geburtstag darf das Kind frei über das Vermögen verfügen.
Steuern
- Auf Kapitalerträge – also Gewinne bzw. Einkommen aus Geldanlage – fallen Steuern an. Ein großer Vorteil vom Juniordepot ist, dass die Steuerfreibeträge des Kindes genutzt werden können. Über 12.000 Euro im Jahr kann ein Kind an eigenem Einkommen haben, bevor Steuern anfallen.
- Selbst wenn das Kind bereits eine Lehre macht und über diese Einkommensgrenze kommt, kann es bis zu 1.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei einstreichen – du musst dafür nur einen Freistellungsauftrag bei der Bank einreichen.
- Wenn du dagegen in deinem eigenen Namen das Geld anlegst, werden dir alle Erträge auf deine eigenen Freibeträge angerechnet. Auf jeden Euro über deinen Freibeträgen zahlst du dann Steuern.
Vermögen
- Bei einer Privatinsolvenz der Eltern ist das Juniordepot als Vermögen des Kindes gesichert.
- Beim Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen, zum Beispiel das BaFöG, spielt auch das Vermögen des Kindes eine Rolle. Beim BaFöG darf ein Kind unter 30 bis zu 15.000 Euro besitzen (Stand: Anfang 2026). Alles darüber wird auf den BaFöG-Anspruch angerechnet. Depots auf den Namen des Kindes zählen als sein Vermögen und werden somit eingerechnet.
- Ob dein Kind überhaupt BaFöG-berechtigt ist, hängt aber auch vom Einkommen der Eltern ab. Für Besserverdienende ist das Thema nicht relevant.
- Falls du bereits weißt, dass BaFöG bei euch möglich ist und damit planst, solltest du die Vermögensgrenze im Blick behalten – im Laufe der Jahre wird sie höchstwahrscheinlich auch immer wieder mal angepasst werden.
💡Zusammengefasst gibt es erhebliche, insbesondere steuerliche Vorteile wenn man das Geld nicht im eigenen Namen sondern im Namen des Kindes anlegt. Außerdem gibt es das Juniordepot bei fast allen Banken ohne Depotgebühren bis zum 18. Geburtstag. Deswegen entscheiden sich viele Eltern für ein Juniordepot, statt im eigenen Depot für das Kind zu sparen.
Wenn du dennoch lieber im eigenen Depot anlegen willst, um auch nach dem 18. Geburtstag die volle Kontrolle zu behalten, wird es ein bisschen komplizierter:
- Am besten eröffnest du ein separates Depot, um das Geld, das du für dein Kind anlegst, nicht mit anderem zu vermischen. Achte dann aber besonders darauf, dass du keine oder nur niedrige Depotkosten zahlen musst.
- Achte außerdem darauf, dass du deine Freibeträge mit Freistellungsaufträgen möglichst günstig über die verschiedenen Depots verteilst.
- Wenn du das Vermögen später an dein Kind übertragen willst, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du verkaufst die Wertpapiere und überweist den Erlös dem Kind auf sein eigenes Konto. Oder das Kind eröffnet ein eigenes Depot, in das die Wertpapiere übertragen werden.
Wie viel Geld darf ich einem Kind schenken? Wie viel Vermögen darf ich übertragen?
Bei großen Geldbeträgen oder Wertpapierüberträgen ist außerdem noch die Schenkungssteuer relevant. Geschenke – oder Erbschaften – muss der Beschenkte (hier also das Kind) prinzipiell versteuern. Dies gilt allerdings nur, wenn bestimmte Freibeträge überschritten werden.
- Für Eltern sind die Freibeträge sehr hoch: jedes Elternteil darf jedem seiner Kinder bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken.
- Dabei gilt immer der Betrachtungszeitraum von 10 Jahren. Es ist egal, ob du innerhalb von 10 Jahren mehrmals kleinere Summen schenkst, oder nur einmal eine große Summe: Relevant ist nur, ob du in einem Zeitraum von 10 Jahren auf eine Summe kommst, die über 400.000 Euro liegt
Was gilt für Großeltern Paten oder Verwandte, die meinem Kind Geld oder Wertpapiere schenken wollen?
Das oben Gesagte gilt genauso, falls andere Personen Geld für das Kind schenken / anlegen möchten. Nur unterscheiden sich hier die Schenkungssteuergrenzen. In einem Zeitraum von 10 Jahren dürfen sie wie folgt schenken, ohne dass Schenkungssteuer anfällt:
- Großeltern: bis zu 200.000 Euro pro Enkelkind
- Urgroßeltern: bis zu 100.000 Euro pro Enkelkind
- Alle anderen – also auch Paten, Tanten, Onkel, Familienfreunde…: bis zu 20.000 Euro
💡 Insgesamt kann man festhalten: -> Für eine normale Familie, die Geld für die Zukunft ihrer Kinder anlegen möchte, spielt die Schenkungssteuer keine Rolle – denn die wenigsten dürften auf derart hohe Beträge kommen. Paten könnten – jeder – zum Beispiel pro Jahr bis zu 2.000 Euro schenken, bevor auch nur ein Euro Schenkungssteuer anfiele (Glückwunsch, falls du derart großzügige Paten für dein Kind hast 😉 )
Wie wähle ich das passende Juniordepot aus?
Hast du dich dafür entscheiden , ein Juniordepot für dein Kind zu eröffnen, musst du nur noch den passenden Anbieter auswählen.
Wichtige Punkte für die Auswahl:
- Kann das Depot die Produkte abbilden, die ich möchte? Die meisten Empfehlungen im Internet beziehen sich auf Depots, in die du nur ETFs kaufen kannst. Solltest du mit nachhaltig investieren wollen, landest du aber meist bei aktiv gemanagten Fonds, die nicht über die Börse gehandelt werden
- Keine Depotgebühren: Das gilt ohnehin für die meisten Anbieter,aber Vorsicht: Bei manchen gibt es Bedingungen (zum Beispiel mindestes x Käufe pro Quartal) damit das Depot kostenfrei bleibt
- Bei ETFs: Möglichst geringe Transaktionskosten. Transaktionskosten sind Kosten, die du pro Kauf und Verkauf an der Börse bezahlst. Diese sollten möglichst gering sein. Viele Anbieter bieten zum Beispiel Sparpläne gebührenfrei an. Bei Einmal-Käufen außerhalb eines Sparplans, und beim späteren Verkauf, gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Depotbanken, hier lohnt sich vergleichen
- Bei nicht börsengehandelten (aktiv gemanagten) Fonds: Hier fallen keine Transaktionskosten für die Ausführung an der Börse an, sondern oft ein sogenannter Ausgabeaufschlag (auch Agio genannt) – eine einmalige Vertriebsprovision. Wähle am besten einen Anbieter, der auf diese Provision komplett verzichtet
Häufig gestellte Fragen zur Geldanlage für Kinder
Wie viel Geld brauche ich, um eine Geldanlage für mein Kind zu starten?
Du kannst schon mit ganz kleinen Beträgen starten. 25 oder sogar nur 10 Euro im Monat sind ein guter Anfang. Oder lege einmalige Geldgeschenke zu Taufe, Kommunion, Geburtstagen usw. an.
Was, wenn mein Kind mit 18 alles Geld auf einmal ausgibt?
Diese Angst haben einige Eltern, sie ist aber zumeist unbegründet. Im Grunde hast du zwei Wege, um vorzubeugen, dass dein Kind mit 18 das Geld – das vielleicht für die Ausbildung oder andere sinnvolle Ziele angespart worden ist – für unnötigen Konsum auf den Kopf haut.
Weg Nummer 1: Du behältst die Kontrolle
Das erreichst du, indem du das Geld auf deinen eigenen Namen anlegst statt auf den des Kindes. Dieser Weg kann steuerliche Nachteile haben und wird daher eher nicht empfohlen, da Kapitalerträge deinem Steuersatz unterliegen und nicht die Freibeträge des Kindes nutzen.
Vielleicht hast du auch Werbung für Rentenversicherungen gesehen, bei denen du Versicherungsnehmer bist und das Kind als Begünstigter eingetragen wird. In der Ansparphase fallen in der Regel keine Steuern auf die Erträge an; besteuert wird erst bei Auszahlung. Du behältst dabei die Kontrolle über den Vertrag auch nach dem 18. Lebensjahr, da das Kind ihn nicht selbst auflösen kann.
Aufgrund hoher Kosten, geringer Flexibilität und oft schwächerer Renditechancen sehen Verbraucherzentralen solche Rentenversicherungen aber kritisch (hier ein Beispiel).
Weg Nummer 2: Du machst dein Kind fit in Gelddingen und vertraust ihm
Das ist der – meiner Meinung nach – bessere Weg. Ein Kind, das frühzeitig an das Thema Sparen und Geldanlage herangeführt wurde, ist meistens vernünftig und haut nicht bei der ersten Gelegenheit die gesamten Ersparnissen für sinnlose Dinge auf den Kopf.
Letztendlich müssen wir auch unsere Kinder eines Tages loslassen, und unsinnige Ausgaben sind auch – in einem kleineren Rahmen – vielleicht notwendig, um eigene Erfahrungen zu machen – letztendlich also Lehrgeld.
❗ Selbst wenn du aber lieber auf dem eigenen Konto sparst, um die maximale Kontrolle zu behalten – um eine ordentliche Finanzerziehung solltest du dich so oder so kümmern. In diesem Beitrag gibt es Tipps dafür: So lernen Kinder einen gesunden Umgang mit Geld
Wie kann ich Geld für mein Kind anlegen und Steuern sparen?
Kapitalerträge (also Gewinne aus Zinsen, Dividenden etc.) sind steuerpflichtig. Dein Kind bekommt gleich nach Geburt eine eigene Steuernummer und die selben Steuerfreibeträge, wie ein Erwachsener. Diese kannst du nutzen, indem du das Geld im Namen des Kindes (eigenes Depot bzw. Konto) anlegst. Bei sehr großen Geldgeschenken aus der Familie, achte auch auf die Schenkungssteuer.
Wie viel Rendite bekommt mein Kind?
Die Renditeerwartung hängt vom gewählten Produkt ab. Bei gängigen Sparprodukten wie zum Beispiel Fonds und ETFs ist die Rendite zudem nicht garantiert – es kann besser oder schlechter laufen. Im langjährigen Durchschnitt haben unter den klassischen Anlageklassen Aktien am meisten Rendite gebracht – vor Anleihen, Gold, Immobilien und dem Geldmarkt.
Wie kann ich das Geld für mein Kind sicher anlegen?
Beim Thema “Sicherheit” geht es einmal um die Wahl des Anbieters und einmal um die Wahl des konkreten Anlageprodukts.
Anbieter
Geld auf Konten bei Banken mit Sitz in der EU ist durch die gesetzliche Einheitseinlagensicherung bis mindestens 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Besonders sicher gelten Banken:
- mit Sitz in wirtschaftlich stabilen EU-Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden. Diese Staaten gelten als finanziell stark und können ihre Einlagensicherung im Ernstfall zuverlässig stützen.
- die zusätzlich freiwilligen Sicherungssystemen angehören. In Deutschland sind viele private Banken Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der Einlagen über die gesetzliche Grenze hinaus absichern kann.
Dieser Schutz gilt für klassische Zinsprodukte wie Tages- und Festgeld ebenso wie für das Verknüpfungskonto (Verrechnungskonto), das bei einem Wertpapierdepot automatisch eingerichtet wird.
Produkt
- Bei Produkten die im Wert schwanken – wie Aktienfonds- und -ETFs – erhöht eine möglichst breite Streuung die Sicherheit: Dein Fonds / ETF muss über ausreichend viele Branchen, Länder und gegebenenfalls Unternehmensgrößen investieren.
- Fonds und ETFs sind Sondervermögen – das Geld der Anleger ist separat von dem der Kapitalverwaltungsgesellschaft angelegt. Im Fall einer “Pleite” der Kapitalverwaltungsgesellschaft wäre dieses Geld also vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters geschützt.
➡️ Hier kannst du darüber lesen, wie Fonds und ETFs funktionieren, und was deren Sicherheit beeinflusst.
