Enkelkindern Geld schenken

Enkelkindern Geld schenken: Die besten Tipps für Großeltern

Enkelkindern Geld schenken – ein Thema, das viele Großeltern beschäftigt und das auch den ein oder anderen Fallstrick aufweisen kann. Obwohl Geld als Geschenk von Oma und Opa prinzipiell immer willkommen sein dürfte und von den allermeisten Eltern sehr gern gesehen ist. Denn Kinder aufzuziehen ist teuer. Dabei geht es nicht nur um Konsumwünsche. Sondern vor allem darum, den Kindern einen guten Start in ihr Leben und eine ordentliche Ausbildung zu ermöglichen.

 

🧧 Wie kann ich meinen Enkeln Geld schenken? Wie viel sollte man schenken, und was sollte man bei der Kommunikation mit den Eltern beherzigen? Lieber Bargeld oder eine sinnvolle Geldanlage? Und was muss ich als Oma oder Opa noch beachten? In diesem Beitrag fasse ich dir die wichtigsten Punkte zusammen.

 

Vorab ein Hinweis: In diesem Artikel werden verschiedene Formen der Geldanlage erwähnt. Dies ist weder eine Empfehlung zum Kauf bestimmter Finanzprodukte, noch stellt es eine Anlageberatung dar. Dieser Blog dient nur deiner allgemeinen Information. Welche Geldanlage für dich oder deine Enkelkinder geeignet ist, musst du immer selbst anhand deiner persönlichen Umstände bestimmen.

 

 

Enkelkindern Geld schenken: So geht es richtig

Den Kindern Geld zu schenken statt noch mehr Spielzeug, Klamotten und Krimskrams, ist immer eine ausgezeichnete Idee. Jedoch sollten Großeltern berücksichtigen, dass die Gelderziehung zum Kompetenzbereich der Eltern gehört. Deswegen ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Und man sollte darauf achten, dass geschenktes Geld möglichst sinnvoll eingesetzt wird.

 

Geldgeschenke an Kinder – wie viel ist OK?

Ist es OK, dem Enkelkind ab und zu was zuzustecken? Soll es frei darüber verfügen dürfen, zum Beispiel sich alleine davon Süßigkeiten oder Spiele kaufen? Solche Fragen sollten vorab mit den Eltern geklärt werden. Die meisten werden nichts dagegen haben, so lange es nicht heimlich passiert und es sich um kleinere Beträge handelt. Aber nicht alle Eltern wünschen das. So schwer es dir vielleicht als Oma oder Opa fällt, du solltest versuchen, den Wunsch der Eltern zu respektieren und mit ihnen an einem Strang ziehen.

 

Anders sieht es bei Geldgeschenken aus, die für eine wirklich benötigte Anschaffung ausgegeben oder für das Enkelkind angelegt werden. Hier dürfte sich kaum jemand über zu große oder häufige Summen aufregen! Dabei sollte es sich aber für dich als Oma / Opa noch gut anfühlen – eine Verpflichtung, große (Geld-) Geschenke zu machen, gibt es natürlich nicht.

 

  • Wie viel Geld zum 18. Geburtstag von den Großeltern?
  • Wie viel Geld schenkt man zur Geburt des Enkelkindes?
  • Wie viel Geld für meinen Enkel zu Weihnachten schenken?

 

Solche Fragen kommen oft, und ich finde aber, darauf gibt es keine pauschale Antwort. Ich fände es blöd, 50, 100 oder 250 Euro als „Richtwert“ zu nennen. Vielleicht hat ein Großelternteil nicht die finanziellen Möglichkeiten. Vielleicht lehnt es große Geschenke aus anderen Gründen ab. Oder was auch immer. Und ich finde es ungut, wenn Eltern oder Kinder hier eine Erwartungshaltung entwickeln. Andererseits sind Geldgeschenke – richtig eingesetzt – meiner Meinung nach das Sinnvollste, was man seinem Enkel heutzutage schenken kann. Denn kaum ein Kind in Deutschland hat heutzutage zu wenig Spielzeug, Videospiele oder braucht unbedingt ein neues Smartphone. Dagegen ist absehbar, dass unsere Kinder Dinge wie hochwertige Bildung, Gesundheit und natürlich auch einen komfortablen Ruhestand (irgendwann…) immer mehr aus eigener Tasche bezahlen werden müssen.

 

💡 Deswegen lautet die einzig richtige Antwort auf das „Wie viel“: So viel wie du kannst (und magst). Zu viel kann es nicht sein, wenn es sinnvoll eingesetzt bzw. investiert wird.

Aber das Gute: Alles, was ich hier beschreibe, kannst du auch mit klitzekleinen Beträgen umsetzen. Ein zu wenig gib es also ebenso nicht.

 

Geld für Enkelkinder lieber zweckgebunden schenken

Besser, als dem Enkelkind einen Schein in die Hand zu drücken, mit dem es sich Pokemon-Karten oder Süßkram bis zum Abwinken kauft, ist es, wenn du Geld für einen bestimmten Zweck schenkst. Also einen Beitrag für etwas Sinnvolles und Konkretes, was wirklich gebraucht wird.

Du kannst die Eltern befragen, ob gerade ein größerer Wunsch ins Haus steht. So können mehrere Verwandte für ein Fahrrad, Möbelstück, Trampolin, Spielhäuschen oder eine sonstige große Anschaffung zusammenlegen. Das entlastet die Eltern finanziell und auch emotional, denn es erspart ihnen die nächsten fünfzehn Kleinteile im ohnehin schon überfüllten Kinderzimmer.

Auch sehr gut: Die Großeltern finanzieren ein Hobby mit – zum Beispiel einen Sport-, Mal- oder Musikkurs.

 

👉 Noch besser: Geld für das Kind anlegen. In Deutschland sparen (je nach Umfrage) erst ca. 30 – 40 % der Eltern für ihre Kinder (Quellen: FondsProfessionel, 2029 und Tagesspiegel, 2025). Der Rest verpasst viele Chancen. Denn damit Geld ordentlich arbeiten und sich vermehren kann, braucht es einen möglichst langen Anlagezeitraum. Und genau den haben Kinder – denn meistens wird ja für eine noch ziemlich ferne Zukunft (sprich das Erwachsenenalter) gespart. 👈

 

Die meisten Eltern wissen das schon. Sie finden aber im stressigen Alltag kaum die Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Oma und Opa können helfen, indem sie den ersten Beitrag für die Vermögensanlage schenken und die Dinge ins Rollen bringen! Ich kann dir versprechen, dass du mit so einem Geschenk weitaus mehr Dankbarkeit erntest und Gutes tust, als mit dem nächsten Blinke-Spielzeug…

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Aber sind Geldgeschenke an Enkelkinder nicht unpersönlich?

Überhaupt nicht. Ob ein Geschenk unpersönlich wirkt oder nicht, hängt weniger davon ab, was es ist. Sondern davon, mit welcher Intention es geschenkt wird und wie es überreicht wird. Klar ist ein 20 Euro Schein im kommentarlosen Umschlag nicht besonders persönlich… das selbe gilt aber doch auch für das x-te Playmobil-Set, was pflichtschuldig gekauft wird und dann bald in einer Ecke landet.

Wenn Großeltern Geld schenken, weil sie gute Wünsche für die Zukunft ihres Enkelkindes haben – und mithelfen wollen, diese zu verwirklichen – dann finde ich das sogar super persönlich!

Geldgeschenke können auch kreativ verpackt werden und vor allem kann man persönliche Worte wählen, um sie zu überreichen. Wenn du unsere Vorlagen für Geschenkurkunden nutzen möchtest, kannst du sie dir gerne hier runterladen.

 

Wie viel Geld kann ich meinem Enkelkind steuerfrei schenken?

Hier kommt die gute Nachricht, du kannst deinem Enkelkind richtig große Beträge schenken, bevor eine Schenkungssteuer anfällt*:

🧧 Großeltern können jedem Enkelkind über einen Zeitraum von zehn Jahren bis zu 200.000 Euro steuerfrei schenken

🧧 Bei Urenkeln beträgt dieser Freibetrag 100.000 Euro

🧧 Jeder zusätzliche Euro, der über dem Freibetrag innerhalb der 10 Jahre verschenkt wird, muss von dem Enkelkind versteuert werden

* die Angaben beziehen sich auf Deutschland, Stand 01/2026, ohne Gewähr

 

 

Geld anlegen für Enkel

Nicht nur Geld schenken, sondern gleich gewinnbringend für das Enkelkind anlegen! Das ist doppelt sinnvoll, und nicht besonders kompliziert. Hier kommen Tipps, wie du es angehst:

 

Geld anlegen für Enkel: einmalig oder regelmäßig?

Viele Großeltern fragen sich, ob es besser ist, einmalig eine größere Summe zu schenken, oder lieber regelmäßig eine kleine. Pauschal lässt sich das nicht beantworten, es hängt von der individuellen Situation ab.

💰 Wenn zum Beispiel eine große Summe als vorgezogenes Erbe geschenkt wird, ergibt es absolut keinen Sinn, sie auf einem unverzinsten Konto dümpeln zu lassen und nur in kleinen Schritten auszuzahlen. Dann lege sie lieber auf einmal gut und gewinnbringend an. Falls es sehr große Summen sind oder du in Finanzdingen kein Profi bist, kann es sehr sinnvoll sein, sich eine Beratung zu holen, die zum Beispiel auch steuerliche Aspekte abdeckt.

🪙 Die meisten Großeltern schenken aber öfter und kleiner, und da hat das regelmäßige Investieren nach einem festgelegten Sparplan viele Vorteile. Der Klassiker ist hier das monatliche Ansparen einer bestimmten Summe über einen längeren Zeitraum:

 

Monatlich Geld für Enkel anlegen

Bei der erfolgreichen Geldanlage kommt es stark auf zwei Dinge an: Disziplin und Kontinuität. Am einfachsten setzt man das mit einem Sparplan um.

Bei einem Sparplan wird in einem festgelegten Zeitabstand – meistens monatlich – eine feste Summe eingezahlt (zum Beispiel 50 Euro).

Es gibt Sparpläne für Zinskonten, genauso wie für Wertpapiere (zum Beispiel Aktienfonds). Bei dieser Variante werden von der eingezahlten Summe Fondsanteile gekauft. Das hat einen ganz praktischen Vorteil: In Zeiten, wo die Kurse fallen, können für die Summe mehr Fondsanteile gekauft werden – und andersrum. Über die Zeit kommt es so zur Bildung eines Durchschnittspreises. Sparplanbesitzer müssen sich also nicht den Kopf über den richtigen Kaufzeitpunkt zerbrechen.

Großeltern können sich entscheiden, regelmäßig eine Summe für einen Sparplan zu überweisen. Entweder du richtest einen Dauerauftrag ein, oder gibst der Bank ein Lastschriftmandat. Und keine Sorge, du bleibst flexibel und verpflichtest dich dabei zu nichts: Die Zahlungen kannst du  jederzeit wieder stoppen.

 

Geldgeschenk für die Enkel zu Weihnachten, Geburtstag und anderen Festtagen

Eine andere beliebte Möglichkeit sind Geldgeschenke an die Enkel zu besonderen Gelegenheiten wie Taufe, Kommunion, Schulabschluss und an Feiertagen. Eine super Möglichkeit, das Sparschwein oder Depot aufzustocken und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass nicht zu viel Zeugs das Kinderzimmer verstopft! Keine Sorge, deine Enkelkinder werden es dir nicht übel nehmen und enttäuscht sein. Schon gar nicht, wenn du ihnen erklärst, was sie in wenigen Jahren für unglaubliche Vorteile davon haben werden.  Zumal du eine Mitverantwortung für ihre Zukunft übernimmst, statt den Plastik- und Müllberg durch immer neue Zeugs-Geschenke weiter und weiter wachsen zu lassen.

Falls du Bedenken hast, kannst du ja auch erst Mal halbe -halbe machen: ein kleineres Sachgeschenk, und der Rest aufs Konto.

 

Geld anlegen für Enkel: Welche Produkte kommen in Frage?

Sparbuch, Aktien, Gold… welche Möglichkeiten gibt es, um für seine Enkel zu investieren?

 

➡️ Lange Zeit galt das Sparbuch bei Oma und Opa als das Maß aller Dinge. Heute wird diese Anlageform immer noch angeboten, mittlerweile gibt es statt des Sparbuchs aber die Sparkarte. Das Problem beim Sparkonto sind die sehr geringen Zinsen (in der Regel maximal 1%, aber bei der Sparkasse um die Ecke sind eher 0.1 – 0,3 % die Norm), die langfristig nicht mal die Inflation ausgleichen können. Von dem Geld, das du für dein Enkelkind auf dem Sparkonto ansparst, bekommt es also effektiv weniger zurück, denn die Inflation verringert die Kaufkraft der angesparten Summe.

 

➡️ Etwas bessere Zinsen bieten meist Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Nach einer fast ein ganzes Jahrzehnt andauernden Nullzins-Phase kommen seit 2023 auf den Sparkonten wieder spürbare Zinsen an – natürlich nur wenn man sich darum kümmert und zum richtigen Angebot wechselt. Laut Verivox lagen die besten Tagesgeldangebote im Jahr 2025 zeitweise bei rund 3 % und mehr, einjährige Festgelder etwas darunter.

Auch damit bieten Tagesgeld und Festgeld nur selten einen echten Inflationsschutz. Denn die meisten Kunden bekommen bei ihrer Bank nicht die oben genannten Top-Zinsen (bei denen es sich ohnehin fast immer um zeitlich limitierte Lockangebote für Neukunden handelt). Nach einer aktuellen Auswertung  von Verivox (Stand: Dezember 2025) lag der durchschnittliche Tagesgeldzins bei 1,3 % – also deutlich unter der Inflationsrate, die sich in 2025 zwischen 2 %  und 2,4 % bewegte (Quelle: destatis).

Unterm Strich bedeutet das: Das Geld wächst zwar nominal, verliert aber real häufig weiterhin an Kaufkraft.

 

👉 Fazit: Eine langfristige Geldanlage sollte Renditen abwerfen, die mindestens die Inflation ausgleichen. Sparanlagen schaffen das meistens nicht. 👈

 

➡️ Wie sieht es aus mit Gold? Gold wird gerne als „sichere Bank“ verkauft. Dabei wird schnell vergessen, dass der Goldpreis stark schwankt. Außerdem ist der Kauf von Gold für einen Privatkunden mit ziemlich hohen Kosten verbunden. Will man den Goldbarren oder die Goldmünze dann nicht zu Hause im Schrank aufbewahren, muss man noch zusätzliche Gebühren für die Verwahrung in einem Bankschließfach bezahlen.

 

👉 Laut Recherchen von Finanztip.de hat die Investition in ein breit gestreutes Aktienportfolio (MSCI World) über den Zeitraum von 1975 bis 2022 mehr als doppelt so viel Rendite gebracht wie die Investition in Gold, dabei war der Goldpreis sogar etwas höheren Schwankungen unterworfen als der Preis des Aktienpakets. 👈

 

➡️ Aktien sind eine beliebte Anlageform für längere Investitionszeiträume von gerne 10, 15 oder noch mehr Jahren. Zu Recht, denn in der Vergangenheit haben die weltweiten Aktienmärkte langfristig ziemlich zuverlässig die erforderlichen Renditen gebracht. Zwar kann man aus historischen Daten keine Garantie auf Erträge für die Zukunft ableiten, und Aktienpreise sind meist hohen Schwankungen ausgesetzt. Mit einer guten Streuung – das heißt mit der Anlage in viele verschiedene Unternehmen aus unterschiedlichen Regionen und Branchen – kann man das Kursrisiko aber eindämmen. Die gewünschte Streuung lässt sich am einfachsten durch den Kauf von Fonds oder ETFs erreichen, denn hier bekommt man ein ganzes Paket von Anteilen an verschiedenen Einzelaktien.

 

➡️ Mit sogenannten Mischfonds, in denen neben Aktien auch Anleihen enthalten sind, hat man in der Regel weniger Marktpreisschwankungen, allerdings auch eine niedrigere durchschnittliche Renditeerwartung.

 

➡️ Von Ausbildungsversicherungen oder anderen speziellen „Kinderprodukten“ raten Verbraucherschützer dagegen ab – viel zu teuer und unflexibel! Überhaupt braucht es keine speziellen Kinderprodukte, um erfolgreich für Kinder anzulegen. Im Gegenteil – in Tests schneiden solche Angebote schlecht ab. Das HIPP Babysparkonto zum Beispiel bietet derzeit nur magere 1 % Zinsen im Jahr.

 

Kann ich als Oma oder Opa ein Konto oder Depot für mein Enkelkind eröffnen?

Leider nein – es sei denn du hast das Sorgerecht für dein Enkelkind. Denn egal ob Sparkonto oder Wertpapierdepot – sobald es auf den Namen des (minderjährigen) Kindes läuft, braucht es für die Eröffnung die Zustimmung der Sorgeberechtigten, im Regelfall also der Eltern.

Konten und Depots auf den Namen der Kinder haben aber eine Menge Vorteile. Zum Beispiel bieten viele Banken kostenlose Depots für Kinder an, während bei Erwachsenen meistens Depotgebühren anfallen. Außerdem können dann die Freibeträge des Kindes genutzt und so eine Menge Steuern gespart werden.

Die Alternative wäre eine Depot- / Kontoeröffnung auf deinen Namen. Du kannst dem Kind dann später die Wertpapiere übertragen lassen, oder das Geld auf einem Sparkonto auszahlen. Die Gewinne, die in der Zwischenzeit realisiert werden, werden aber leider dir steuerlich zugerechnet.

 

Geld für Enkel anlegen ohne Zugriff der Eltern

Manche Großeltern haben Sorge, dass das angelegte Geld nicht den Enkeln zu Gute kommen könnte, sondern von den Eltern anders verwendet wird. Wichtig zu wissen: Auch wenn die Eltern als Erziehungsberechtigte Zugriff auf das Depot oder Konto ihres Kindes haben, dürfen sie das Vermögen zwar im Sinne ihres Kindes verwalten, aber nicht frei darüber verfügen.
Welche Alternativen die Großeltern haben, um das Vermögen ohne Zugriff der Eltern anzulegen, haben wir in einem eigenen Beitrag hier zusammengefasst.

 

Enkeltauglich Geld anlegen: Wie finde ich eine nachhaltige Geldanlage für mein Enkelkind?

„Enkeltauglich“ heißt: Etwas wird so gestaltet, dass die Enkelgeneration nicht übermäßig belastet wird. Es geht darum, dafür zu sorgen, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder in 30, 50 oder 100 Jahren noch genügend Ressourcen und intakte Natur für ein gutes, sicheres Leben auf unserer Erde vorfinden.

Gerade Großeltern möchten logischerweise möglichst enkeltauglich handeln und schenken. Das gilt auch bei der Geldanlage. Aber in der Praxis ist das gar nicht so einfach:

 

➡️ Gold zum Beispiel ist aus Umwelt- und sozialen Gesichtspunkten problematisch. Für den Abbau werden ganze Landstriche verwüstet und giftige Stoffe wie Quecksilber eingesetzt, so dass es regelmäßig zu Umweltkatastrophen kommt. Auch Kinderarbeit ist in den Minen in Westafrika nach wie vor ein großes Problem.

Es gibt mittlerweile einige Initiativen und Siegel für „faires Gold“, bei denen es primär um die Einhaltung von Standards zu Arbeitssicherheit und fairer Entlohnung geht. Aber erst ein kleiner Anteil des Goldes am Markt ist so zertifiziert. Und auch eine seriöse Zertifizierung macht Gold noch nicht zu einem umweltfreundlichen Produkt. Am besten ist hier wahrscheinlich noch recyceltes Gold.

 

➡️  Gibt es nachhaltige Aktienprodukte? Ja, aber man muss bei der Auswahl genau hinschauen. Wenn du dich dafür interessierst, wie du richtig grüne Anlageprodukte von Mogelpackungen unterscheiden kannst, schau hier.

 

➡️  Bei Sparkonten ist die Auswahl der Bank entscheidend. Die Bank nutzt einen Teil des Geldes, das Kunden einlegen, um anderen Kunden Kredite zu geben. Die Nachhaltigkeit ergib sich also aus den Unternehmen bzw. Projekten, die die Bank mit ihren Krediten finanziert. „Grüne Banken“ wie die Umweltbank, Triodos und die GLS Bank finanzieren zum Beispiel energetische Sanierungen, erneuerbare Energien, den Bau von Kindertagesstätten und die Bio-Landwirtschaft. Aber nicht die Förderung von konfliktbehafteten Rohstoffen, Öl und Gas, die Produktion von Waffen oder ultra-schädlichen Chemikalien und Pestiziden und noch vieles mehr.

Um diesen Hebel zu nutzen musst du aber darauf achten, eine echte Vollbank mit entsprechendem (Firmenkunden-) Kreditgeschäft zu wählen.  Grüne Fintechs wie z.B. Tomorrow haben kein Kreditgeschäft, obwohl sie oft als Bank bezeichnet werden.

 

👉 Es lohnt sich für Großeltern auf jeden Fall, ein Angebot zu wählen, das sich nicht nur mit dem Prädikat „grün“ schmückt, sondern es mit der Nachhaltigkeit ernst meint. Denn das schönste finanzielle Polster wird den Kindern nichts nutzen, wenn wir ihnen eine vollkommen kaputte Erde hinterlassen! 👈

 

Nachhaltige Geldanlage ist das Kernthema bei Zukunft Schenken. Du findest du auf unseren Seiten ausführliche Informationen zu den verschiedenen nachhaltigen Varianten von beliebten Anlageprodukten. Mit ehrlichen Pros und Contras und genauen Erklärungen über die Wirkweise. Denn bei so einem wichtigen Thema solltest du auf keinen Fall die Katze im Sack kaufen.

 

 

Enkelkindern Geld schenken: das Wichtigste zusammengefasst

 

➡️ Geldgeschenke an Enkel sind ideal, so lange sie für einen bestimmten, sinnvollen Zweck verwendet werden: Die Anschaffung einer wirklich benötigten Sache in Absprache mit den Eltern, oder – noch besser – die langfristige Geldanlage.

➡️ Mit einem langen Anlagehorizont (der Anlagehorizont ist der Zeitraum, in dem das Geld angelegt bleibt und arbeiten darf) sind Kinder die idealen Aktionäre, da sie Kursschwankungen entspannter aussitzen können. Eine angemessene Verteilung des Risikos auf viele verschiedene Branchen, Länder und Unternehmen ist Pflicht. Laien können das zum Beispiel mit Fonds / ETFs leichter erreichen, als mit Einzelaktien.

➡️ Großeltern sollten sich überlegen, enkeltauglich zu investieren. Das bedeutet, dass sie das Geld nicht in umweltzerstörende Geschäftsmodelle stecken. Sondern in Unternehmen oder Projekte, die Lösungen für die Zukunft entwickeln und hohe ökologische und soziale Standards einhalten. Dafür gibt es entsprechende „grüne“ Anlageprodukte, vieles davon ist aber leider ein Etikettenschwindel. Sich gut über die verschiedenen Ansätze für nachhaltige Geldanlage zu informieren, hilft, Enttäuschungen zu vermeiden.

 

 

🌈 Hier findest du die Zukunft Schenken Auswahl, nachhaltige Geldanlageprodukte zum Wünschen oder Verschenken:

 

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